T-Konten – wie diese Methode funktioniert!

Mai 27, 2022
Lesezeit: 4 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Bei einem T-Konto handelt es sich um eine stark vereinfachte Version der Kontierung direkt mit zwei Spalten. Dadurch kann die doppelte Buchführung so einfach wie möglich dargestellt werden. Hierbei wird das T-Konto zu einem guten Ansatz, um jeder Position der Buchführung zunächst ein Konto zur Buchung zuweisen zu können. Wurden die Buchungen früher noch manuell im T-Konto erfasst, ist dies mit dem Buchungssatz nun deutlich einfacher. Doch wie genau funktionieren T-Konten dabei?

Was genau sind T-Konten und wie helfen sie?

Vor allem bei schweren Fällen in der Buchhaltung kommt es auf gute Methoden zur Erfassung an. Dies ermöglicht dir eine konsequente Buchung sämtlicher Vorgänge für Soll und Haben, um zu jedem Posten im Konto die passende Umgebung zu finden. Auch der Aufbau bleibt verhältnismäßig einfach. Das T-Konto hat seinen Namen von seiner Form, da es grafisch stark an ein klassisches T erinnert.

Während sich auf der linken Seite die Soll-Beträge befinden, trägst du rechts die Haben-Beträge ein. Dadurch können Forderungen und Schulden übersichtlich gegliedert werden. Ein weiterer Vorteil des Modells ist, dass sich bei der Buchführung immer beide Seiten verändern. Eine Anpassung im Soll ist dadurch immer auch mit einer Veränderung im Haben verbunden. Jede Aktivposition erhält ein eigenes Aktiv-Konto, jede Passivposition wird hingegen einem eigenen Passiv-Konto zugeordnet.

Die Auflösung der Bilanz direkt im T-Konto

Durch die ständige Ergänzung neuer Buchungen kommt es schnell zur Veränderung der Bestände und dadurch auch zu neuen Positionen in der Bilanz. Nicht jede Bestandsveränderung wird dabei jedoch unmittelbar in der Bilanz erkennbar. Die Auflösung einzelner Bestände erfolgt direkt in den Konten, die an dieser Stelle als Bestandskonten bezeichnet werden. Auch diese sind stets aktiv oder passiv.

Der Begriff Konto ist auch in diesem Fall eher abstrakt zu werden. So können auch Maschinen oder Kassen ein Konto darstellen, auch Verbindlichkeiten lassen sich den Konten zurechnen. Da sich für jede Bilanzposition ein neues Buchungskonto ergibt, ist die Notierung im T-Konto die einfachste und gleichzeitig übersichtlichste Option. Vor allem in großen Unternehmen sammeln sich dadurch viele Unterkonten an, die zum Ende des Geschäftsjahres in eine abschließende Bilanz überführt werden.

Um es für dich etwas verständlicher zu machen, haben wir ein Beispiel für die Auflösung der Bilanz für dich. Nehmen wir an, du kaufst drei neue Bagger für dein Bauunternehmen. Diese rechnest du dem Konto „Maschinen“ zu. Der Gesamtbetrag liegt bei 300.000 Euro. In diesem Fall trägst du im T-Konto auf der Soll-Seite „Maschinen 300.000 Euro“ ein. Später verkaufst du eine der Maschinen für 100.000 Euro weiter. Auf der Haben-Seite trägst du dann „Maschinen 100.000 Euro“ ein. Zum Schluss subtrahierst du den kleineren Betrag vom Größeren „300.000 – 100.000“, woraus sich der Saldo ergibt. Dieser beträgt in diesem Beispiel 200.000 Euro und stellt den aktuellen Kontostand dar.

Mit der richtigen Vorlage zum sicheren Vorgehen

Das T-Konto ist grundsätzlich ein recht einfaches und übersichtliches Modell, welches für deine Buchführung permanente Übersichtlichkeit schafft. Vor allem bei häufig stattfindenden Buchungen kommt es jedoch auf eine grundlegende Vorlage an, um nicht jedes Mal ein neues T aufzeichnen zu müssen. Sowohl für Tools wie Excel und Word als auch für die eigene Buchhaltungssoftware sind derartige Lösungen erhältlich. Diese machen es leichter, das Eigenkapital auch unabhängig vom jeweiligen Geschäftskonto im Blick zu behalten und die Anfangsbestände pro Bereich zu erkennen.

Weitere Tipps zur Implementierung der T-Konten

Um im Umgang mit T-Konten den Überblick zu behalten, solltest du dich nach gewissen Grundlagen richten. Diese sind für jede Aufwendung deiner Erfolgskonten von Bedeutung und tragen dazu bei, dass sich die Buchungen korrekt und ganzheitlich erfassen lassen. Achte rund um deine T-Konten aus diesem Grund auf die folgenden Aspekte, um jederzeit eine saubere Buchführung zu gewährleisten:

  • Zu jedem Soll gehört ein Haben. Dies trifft auf jede Veränderung deiner Konten zu, da sich die Buchungen auf dieselbe Aufwendung beziehen. Kauf und Verkauf sind so zu erfassen.
  • Ein T-Konto betrifft immer mindestens zwei Konten. Beim Kauf der Maschinen erweitert sich einerseits dein „Maschinen“ Konto, andererseits verändert sich auch der finanzielle Bestand.
  • Soll und Haben sind für die T-Kontierung der zentrale Buchungssatz. Bei einem Kauf steigt der Wert eines anderen Kontos daher um denselben Betrag an, wie der Kassenbestand sinkt.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Buchungssätze, die du für deine Bestandskonten kennen solltest. So gibt es die erfolgsunwirksame Buchung, die häufig in Zusammenhang mit Investitionen steht. Die Zurechnung auf der Aktiv-Seite erfordert dabei kein Minus auf der Passiv-Seite. Für erfolgswirksame Buchungen gilt ähnliches. Bei diesen werden die Ertragskonten und die Aufwandskonten bebucht.

Erfahre alle wichtigen Details zu deinen Konten!

Mit T-Konten hast du die Möglichkeit, sämtliche Geschäftsvorfälle korrekt zu erfassen. Dies gilt für das Aktivkonto, aber auch für das Passivkonto. Gleichzeitig helfen dir klar verwaltete Konten dabei, dein Eigenkapital im Blick zu behalten und die Erträge exakt zu bestimmen. Solltest du mehr über die Bedeutung der Aktivkonten und Passivkonten für deinen Schlussbestand erfahren wollen, dann wirf gerne einen Blick auf unsere weiteren Artikel. Gerne informieren wir dich so zu allen neuen Themen.

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