Die besten Beispiele für variable Kosten – unser Überblick!

Juli 20, 2022
Lesezeit: 3 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Ist dir als Unternehmer auch schon der Begriff variable Kosten untergekommen? Sicherlich hast du diese Bezeichnung schon oft gehört. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesen besonderen Kosten? In diesem Beitrag stellen wir dir die wichtigsten Beispiele zu variablen Kosten vor und verschaffen dir den nötigen Überblick. So erkennst du in Zukunft auf den ersten Blick, wo die Unterschiede zu den Fixkosten liegen.

Was genau sind variable Kosten und was bewirken sie?

Die Gesamtkosten eines Unternehmens stellen sich aus den Fixkosten und den variablen Kosten zusammen. Somit sind die variablen Kosten ein Teil der Gesamtkosten im Betrieb.

Variable Kosten ändern sich je nach Betrachtung der Bezugsgröße. Unter Bezugsgrößen sind Dinge wie Produktionsmenge und Beschäftigungsgrad zu verstehen. Du kannst die variablen Kosten nach dem Verursacherprinzip auf die jeweiligen Produkteinheiten verteilen. Anhand dieser Varianten können dann die variablen Stückkosten ermittelt werden.

Tipp:

Variable Kosten und Fixkosten sind wichtige Elemente zur Preisberechnung eines Produktes oder einer Dienstleistung.

So lassen sich variable Kosten konkret aufgliedern

Bei den variablen Kosten gibt es verschiedene Arten von Kosten. Auch wenn diese sich grundsätzlich einer Kategorie zuordnen lassen, solltest du mögliche Besonderheiten im Blick behalten. Mit der folgenden Unterscheidung bist du daher auf der sicheren Seite, um variable Kosten exakt aufzuteilen: 

Proportionale variable Kosten

Bei proportionalen Kosten handelt es sich um die am einfachsten nachzuvollziehenden Kosten. Die proportionalen steigen oder sinken im gleichen Verhältnis des Beschäftigungsgrades. In diesem Zusammenhang ist ein gutes Beispiel die Rohstoffkosten. Sobald mehr Endprodukte hergestellt werden, so steigen auch die dafür benötigten Rohstoffkosten.

Unterproportionale variable Kosten

Eine weitere Art der Gliederung sind die unterproportionalen variablen Kosten. Wie der Name bereits vermuten lässt steigen hier die variablen Kosten langsamer als das Verhältnis des Beschäftigungsgrades.

Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn eine Produktionserhöhung ansteht. Für benötigte Rohstoffe erhältst du beim Einkauf attraktivere Angebote und Rabatte. Dadurch sinken die Rohstoffkosten.

Überproportionale variable Kosten

Neben den unterproportionalen variablen Kosten sind die überproportionalen Kosten eine weitere Möglichkeit, wie variable Kosten anfallen können. In diesem Fall nehmen die variablen Kosten überdurchschnittlich stark im Verhältnis des Beschäftigungsgrads an. Als Beispiel kann in diesem Fall eine Maschine genannt werden. Sobald die Maschine mehr Produkte produzieren muss, so steigen nicht nur die Betriebsstoffe und Abschreibungen, sondern unter anderem auch der Verschleiß und die Wartungsarbeiten.

Regressive variable Kosten

Bei den regressiven variablen Kosten handelt es sich generell um die seltenste Art der variablen Kosten. In diesem Fall fallen die variablen Kosten, während sich das Verhältnis des Beschäftigungsgrads erhöht.

Als Beispiel ist hier eine Veranstaltung zu nennen. Sobald in einem Saal mehr Menschen sind, muss weniger geheizt werden. Die Heizkosten (variable Kosten) sinken, während die Bezugsgröße (Besucher der Veranstaltung) ansteigt.

Die bekanntesten variablen Kosten in der Betriebswirtschaft

Generell gibt es eine große mögliche Anzahl an variablen Kosten in der Betriebswirtschaft. In jedem Unternehmen können die variablen Kosten entsprechend verschieden sein. Dennoch gibt es sogenannte Klassiker an variablen Kosten, welche in der Betriebswirtschaft in vielen Bereichen anfallen. Dazu zählen unter anderem:

  • Rohstoffe
  • Hilfsstoffe
  • Betriebsstoffe
  • Akkordlöhne
  • Energiekosten
  • Fracht- und Transportkosten

An dieser Stelle ist unbedingt zu erwähnen, dass immer der feste Zeitraum betrachtet werden soll. Die Entscheidung, ob es sich um variable Kosten oder Fixkosten handelt, kann durchaus sehr unterschiedlich sein. Deshalb solltest du die Kosten stets immer wieder neu bewerten.

Worum handelt es sich beim Deckungsbeitrag?

Wenn wir über Fixkosten und variable Kosten sprechen, spielt in diesem Zusammenhang immer auch der Deckungsbeitrag eine wichtige Rolle. Bei dem Deckungsbeitrag handelt es sich um eine Größe, welche die Geldmenge angibt, die benötigt wird, um die fixen Kosten zu decken. Sobald die Erlöse die Fixkosten übersteigen, wird von einem Gewinn gesprochen. Demzufolge lässt sich der Deckungsbeitrag auch berechnen. Die Formel dazu ist sehr überschaubar und einfach:

Deckungsbeitrag = Erlöse – variable Kosten

Sobald bei diesem Ergebnis ein höherer Wert als die Fixkosten errechnet wird, handelt es sich um einen Gewinn. Der Deckungsbeitrag ist in diesem Fall ein besonders wichtiges Mittel, wie du schnell und unkompliziert den Gewinn oder Verlust für ein Produkt oder eine Dienstleistung errechnen kannst.

Im Rechnungswesen werden generell mehrere Arten von Deckungsbeiträgen. Es wird in diesem Fall in Deckungsbeitrag 1 und Deckungsbeitrag 2 unterschieden. Die Berechnung ist in diesem Fall jeweils immer unterschiedlich. Abhängig von deinen Kosten lassen sich daraus jedoch wichtige Leistungswerte ableiten.

Wie variable Kosten zu mehr Flexibilität beitragen

Variable Kosten hat generell jedes Unternehmen. Diese lassen sich bis zu einem gewissen Teil anpassen, sodass diese zur Flexibilität beitragen können. Du kannst zudem in vielen Bereichen die variablen Kosten zum Teil mit beeinflussen. Die variablen Kosten bilden gemeinsam mit den Fixkosten die Gesamtkosten für ein Produkt oder eine Dienstleistung. Solltest du dich auch für Themen wie Bestandskonten und Rabatt informieren wollen, dann lies gerne direkt bei uns weiter. So bieten wir dir eine Menge neuer Details.

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