CO2-Äquivalente – was du zu dieser Angabe wissen solltest!

April 1, 2022
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Inhaltsverzeichnis

In Zeiten der zunehmenden Klimaerwärmung kommt es in jedem Unternehmen auf ein gesundes Bewusstsein für die eigenen Prozesse an. CO2-Aquivalente spielen dabei eine zentrale Rolle, um die Folgen des Klimawandels und die eigenen Emissionen besser einschätzen zu können. Mithilfe der CO2-Äquivalente, auch als CO2e bekannt, lässt sich der Umfang der relevanten Treibhausgase so exakt wie nie zuvor messen. Doch wie genau berechnest du deine CO2-Äquivalente im Betrieb?

Alles zum Treibhauspotenzial eines Gases im Verhältnis zu CO2

Wenn es um den menschlichen Einfluss an der Erderwärmung und an den damit verbundenen Treibhausgasen geht, spielt Kohlendioxid die zentrale Rolle. Während die Treibhausgase durch die Umwandlung des Sonnenlichts in Wärmestrahlung zwar grundsätzlich positiv sind, kommt es bei einer zu starken Zunahme jedoch zu einem deutlichen Temperaturanstieg. Dieser ist auch heute schon an vielen Orten und extremen Wetterphänomenen zu beobachten, steigt jedoch auf lange Sicht weiter an. Doch nicht nur Kohlendioxid trägt an dieser Stelle zum Treibhauseffekt weiter bei.

Das liegt vor allem daran, dass nicht alle Treibhausgase ähnlich gut zum Halten der Wärme hier auf der Erde geeignet sind. Daher lässt sich jedes Gas in CO2-Äquivalente umrechnen, um mehr über die Klimawirkung der einzelnen Gase zu erfahren. Nicht ohne Grund werden die CO2-Äquivalente an dieser Stelle auch als Globales Erwärmungspotenzial bezeichnet. So wird durch den Wert für jedes Gas klar, wie sehr es im Verhältnis zu CO2 unter gleichen Umständen zur Erderwärmung beiträgt.

Diese Rolle spielen CO2-Äquivalente zur Bewertung von Treibhausgasen

In der heutigen Zeit ist es vor allem das CO2, welches als Sündenbock für den Klimawandel und für die damit verbundenen Prozesse gilt. Ergänzend dazu gibt es jedoch Gase wie das klimaschädliche Lachgas, das 300 Mal so klimaschädlich wie Kohlenstoffdioxid ist. 300 Tonnen CO2-Äquivalente sind daher so viel wie eine Tonne Lachgas, was für die Treibhausgasemissionen sehr bedenklich wäre.

Dennoch ist Lachgas natürlich nicht derart stark in der Kritik wie Kohlenstoffdioxid, da der Verbrauch des Gases als stickstoffhaltiger Dünger auf Feldern deutlich geringer ausfällt. Dennoch zeigen die sehr hohen CO2-Äquivalente recht eindrucksvoll, dass es im direkten Vergleich zu Kohlenstoffdioxid viele weitere, bedenkliche Gase gibt. Dies soll uns aber natürlich nicht darüber hinwegblicken lassen, die CO2-Reduktion selbst in die Hand zu nehmen und den betrieblichen Emissionsfaktor zu bestimmen.

Tipp: 
Besonders schädlich sind auch Schwefelhexafluorid und Stoffstofftrifluorid. Diese kommen vor allem in Kältemitteln vor und haben einen hohen Anteil an schädlichen Emissionen.

So lassen sich die CO2-Äquivalente im Detail berechnen

Grundsätzlich werden die CO2-Äquivalente in Millionen metrischen Tonnen CO2 ausgedrückt. Um den richtigen Wert zu berechnen, müssen die Menge der Treibhausgase mit ihrem Global Warming Potential, kurz GWP, multipliziert werden. Bei diesem Index hat CO2 immer den Wert 1, wodurch das Verhältnis zum Kohlendioxid schnell ersichtlich wird. Um die Berechnung eigenständig durchführen zu können, musst du die Menge der Treibhausgase kennen. Diese unterscheiden sich bei jedem der Gase. Auf Grundlage dieses Wertes lassen sich dann konkrete und vergleichbare Zahlen berechnen.

Für diese Gase ist das CO2-Äquivalent von Bedeutung

Wie bereits erwähnt, ist das CO2-Äquivalent vieler Gase äußerst bedenklich. Nicht immer muss es dabei so extrem wie beim Lachgas sein, das aufgrund seiner Struktur mit einem Kilogramm 300 Mal mehr als ein Kilogramm CO2 zum Treibhauseffekt beiträgt. Auch die folgenden Gase solltest du für die CO2-Äquivalente im Blick behalten, um die Emissionen und die Umweltfreundlichkeit zu prüfen:

  • Methan (CH4) – GWP von 25
  • Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFC) – GWP von 121 bis 14.800
  • Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) – GWP von 7.390 bis 12.200
  • Stickstofftrifluorid (NF3) – GWP von 17.200

Trotz der im Vergleich sehr hohen Zahlen, liegt der Fokus aufgrund der bloßen Menge weiterhin auf CO2. Vor allem im Energiesektor werden bisher die meisten Emissionen in die Atmosphäre geblasen, wobei der Anteil in Deutschland 2018 bei ganzen 84,2 Prozent lag. Dies ist ein CO2-Äquivalent von ganzen 720.536.000 Tonnen, was im Vergleich zu jedem anderen Gas eine gigantische Zahl wäre. Ziel der Politik ist es aus diesem Grund, im Zeitraum bis 2050 klimaneutral zu werden. CO2-Äquivalente können dabei eine sinnvolle Einheit sein, um Wirkung und Erwärmungspotenzial gut zu berechnen.

Jetzt mehr über CO2-Einsparung im Alltag erfahren!

Die Umrechnung in CO2-Äquivalente verschafft dir an dieser Stelle einen spannenden Überblick für die Bewertung der Schädlichkeit eines Gases. Industrieprozesse, Energieerzeugnisse, aber auch die Landwirtschaft sind für viele Millionen Tonnen der CO2-Äquivalente im Jahr verantwortlich. Ob es bis zum Jahr 2050 wirklich gelingt, all diese Sektoren klimaneutral zu gestalten und den Treibhauseffekt zu stoppen, bleibt abzuwarten. Bis dahin informieren wir dich direkt hier weiter über Nachhaltigkeit.

Ein Projekt der RIK JAMES Media GmbH.
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